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Das, was zählt – im Kindergarten

Familiencafe der NEOS Hernals & NEOS Währing

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Sie sind die erste Bildungseinrichtung und enorm wichtig für die Entwicklung unserer Kinder – die Kindergärten. Die Arbeit, die dort von Pädagog:innen und Assistent:innen geleistet wird ist der Schlüssel zu mehr Chancengerechtigkeit im Bildungssystem und soll allen Kindern ermöglichen, ihre Talente zu erkennen und zu entfalten. Doch wie ist es derzeit um die Kindergärten bestellt und wo wollen wir hin? Dazu hat Vizebürgermeisterin Bettina Emmerling einen Reformprozess gestartet. NEOS Hernals und NEOS Währing haben sich zusammengetan und sie gemeinsam mit Eltern und Kindern zu einer Diskussion eingeladen.

Was sind die derzeitigen Rahmenbedingungen?

Bettina Emmerling macht keinen Hehl daraus, dass es trotz der Stärkung von Kindergärten im Bereich der Assistenz, der Sprachförderkräfte, der Inklusion und der Ausbildung von Elementarpädagog:innen derzeit alles andere als einfach ist. Leider waren Kindergärten vor 2020 und der ersten Regierungsbeteiligung von NEOS in Wien nicht im Fokus. Diese Versäumnisse sind nun umso stärker spürbar. Kleinere Gruppengrößen, multiprofessionelle Teams, bessere Arbeitsbedingungen und ein guter Rahmen, um Inklusion zu leben sind dabei die Punkte, die Bettina aus ihren bisherigen Gesprächen mit Pädagog:innen, aus Studien und Erfahrungen aus anderen Ländern mitgenommen hat. In einem großen Beteiligungsprozess mit den Beschäftigten in Kindergärten sollen diese Punkte abgefragt und nach neuen und weiteren Ideen gesucht werden. Ziel ist, sodann einen Reformprozess zu starten und die Kindergärten zu dem weiterzuentwickeln, was sie sein sollten: der ersten und wichtigsten Bildungsstation.

Eine Veranstaltung mit Kindern?

Ja! Anders als bei anderen politischen Veranstaltungen haben wir uns mit Bettina Emmerling in einem Spielraum getroffen. Mitten zwischen riesigen Plüschtieren und sehr entspannt spielenden Kindern haben wir folgende Themen besprochen:

Dokumentation von Entwicklungsschritten und Zusammenarbeit mit den Volksschulen

Hier wurde von einer Sprachassistentin erläutert, dass sie viele Entwicklungsschritte der Kinder sehr genau dokumentieren (muss). Dieser Schatz an Wissen um das Kind geht aber meist beim Übertritt in die Volksschule verloren. Es wäre aus ihrer Sicht wichtig, dass es hier bessere Kooperationen auch mit den Eltern gibt, um diese Daten von einer Bildungseinrichtung zur anderen zu bringen.

Externe Angebote für Kindergärten

Eine Teilnehmerin erläuterte, dass es gerade für private Organisationen und Vereine, die sich bspw. dem Thema Musik widmen, sehr schön wäre, dies im Rahmen von kleinen Workshops und Kursen im Kindergarten anbieten zu können. Bettina Emmerling führte dazu aus, dass es in den Schulen gut funktioniert mit dem NEOS-Projekt Wiener Bildungschancen, das sollte auch für Kindergärten kommen.

Zweites verpflichtendes Kindergartenjahr

In der Diskussion kam auch auf, dass das zweite verpflichtende Kindergartenjahr ein wichtiger Baustein ist, um den Spracherwerb der Kinder und ihre sozialen Kompetenzen zu fördern. Knackpunkt ist aber auch hier, dass es mehr Anwesenheit der Kinder in den Kindergärten braucht. Bettina Emmerling führte dazu aus, dass es bereits einen Brief an alle Eltern gab, um sie aufzufordern, ihre Kinder in einem höheren Stundenausmaß den Kindergärten anzuvertrauen.

Inklusion

Dies war ebenfalls ein wichtiger Diskussionsaspekt. Hier hat Wien noch großen Nachholbedarf, wobei auch hier die gesetzlichen Rahmenbedingungen in der letzten Regierungsperiode verbessert wurden, um auch private Träger besser einzubinden. Dennoch liegt hier viel Arbeit vor der Vizebürgermeisterin und den zuständigen Magistratsabteilungen, um die Rahmenbedingungen so zu verändern, dass wirklich von Inklusion gesprochen werden kann.

Was sagen die Kinder?

Wir haben natürlich auch die Kinder zu Wort kommen lassen. Sie haben gezeichnet, ihren Eltern angesagt, was diese aufschreiben sollen oder selbst geschrieben. Ihnen ist wichtig, dass es genügend Platz und Kuscheltiere gibt, dass sie Ausflüge machen und mit ihren Freund:innen spielen können.

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