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Ein Besuch im Bildungscafé

Uns erreichte der Bericht einer Teilnehmerin des am Dienstag stattgefunden Bildungscafés, den wir mit freundlicher Erlaubnis gerne teilen.

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Ich war ehrlich gesagt skeptisch, als ich am Dienstag zum Bildungscafé gegangen bin. Noch so ein Termin, noch so eine Runde über den Kindergarten, die Themen kenne ich, die Herausforderungen auch. Die Frage war: Bringt dieses Reden darüber noch etwas, oder was braucht es damit hier auch endlich was getan wird? 

Der Abend startet mit einer kurzen Einführung, einer Rede von Vizebürgermeisterin Bettina Emmerling und danach ging es direkt in die Gruppen. An mehreren Tischen wurde diskutiert, und man wechselte im Laufe des Abends von Thema zu Thema. 20 Minuten pro Tisch, kurz, aber intensiv genug, um ins Gespräch zu kommen. 

Was schnell auffällt: Die Gespräche gehen in die Tiefe. Es geht um mehr Zeit für jedes Kind, um weniger Bürokratie und um bessere Unterstützung im Alltag. Dinge, die im Alltag ständig Thema sind, werden hier offen ausgesprochen und weitergedacht. Am Tisch sitzen Großteils Menschen, die selbst in der Bildung arbeiten oder Eltern sind und ihre Kinder im Kindergarten haben. Durch die organisierte Kinderbetreuung vor Ort war es möglich, besonders auch Eltern den Zugang zu ermöglichen. 

In meiner Gruppe sitzen auch Pädagog:innen aus städtischen und privaten Kindergärten. Unterschiedliche Rahmenbedingungen, ähnliche Herausforderungen. Genau dieser Mix bringt viel Dynamik in die Diskussion, weil verschiedene Erfahrungen aufeinandertreffen und sich gegenseitig ergänzen. 

Mit am Tisch sitzen auch einige Gemeinderät:innen der NEOS in Wien. Der Abgeordnete Lukas Burian, Abgeordnete Arabel Bernecker Thiel und Abgeordnete Dolores Bakos. Sie hören zu, stellen Fragen und lassen sich auch in längere Gespräche in den Pausen, wo von Raum zu Raum gewechselt wird. 

Ein Tisch später geht es um Vielfalt. Kinder mit unterschiedlichen Sprachen, Hintergründen und Bedürfnissen und darum, wie man im Alltag gut damit umgeht. Auch hier stehen konkrete Erfahrungen im Mittelpunkt und die besonderen Herausforderungen, die Wien hier hat. 

Beim Thema Elementarpädagogik wird deutlich, wie sehr alles zusammenhängt. Arbeitsbedingungen, Ausbildung und neue Zugänge wie Quereinstieg spielen dabei eine große Rolle. 

Zwischendurch sitzt auch Vizebürgermeisterin Bettina Emmerling mit am Tisch. Sie hört zu, fragt nach und ist mitten im Gespräch dabei. 

Am Ende bleibt der Eindruck, dass hier nicht nur geredet wurde. Es wurde zugehört, wertschätzend diskutiert, Perspektiven gesammelt, Erfahrungen geteilt und Themen ernst genommen. Und ganz ehrlich: Ich würd's wieder machen.  

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