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Wir trennen den Fuß- und Radverkehr am Ring

Lange gefordert, jetzt wird umgesetzt: Die neue Ringstraße bringt Verbesserungen für alle, die zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind

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Wer in Wien lebt, kennt das Problem: Der Ring-Radweg ist gleichzeitig der Ring-Gehweg — und das funktioniert nicht. Radfahrer:innen klingeln, Fußgänger:innen weichen aus, Touristen bleiben stehen, alle sind gestresst. Eine der bekanntesten Straßen der Welt — und auf den Nebenwegen fühlt sich niemand wirklich sicher.

Das ändern wir jetzt. Ab Herbst 2026 startet die etappenweise Neugestaltung der Ringstraße und der seitlichen Alleen am Ring. Unser Ziel: Ein hochwertiges Gesamtkonzept von der Urania bis zum Schottenring, das den aktuellen „Fleckerlteppich“ beendet und dem Ring neue Lebensqualität einverleibt.

Das kann die neue Ringstraße

Das Kernstück: die Trennung von Fuß- und Radverkehr. Die schattigen Alleen gehören in Zukunft ganz den Fußgänger:innen. Die Nebenfahrbahn wird zur Rad-Allee mit 4,50 Meter breiten, baulich getrennten Zwei-Richtungs-Radwegen. Keine Verschwenkungen mehr, keine unklaren Situationen. Klare Wege für alle.

Herzstücke sind der neue Rad-Highway und die Flanierallee. Wir lösen den bisherigen Wirrwarr auf, trennen Rad- und Gehwege und schaffen so mehr Komfort, Sicherheit und Qualität für alle. Gleichzeitig werten wir den öffentlichen Raum massiv auf: Wir geben den Wienerinnen und Wienern den Platz zurück — und ein Gefühl, das diese historische Prachtstraße verdient. Dafür nutzen wir die Potentiale der Nebenfahrbahnen. Der Ring wird vom reinen Verkehrsweg zu einem modernen Boulevard, der durch höchste Aufenthaltsqualität überzeugt.

Die Neugestaltung ist die Chance, dass sich Wien hier in Zukunft von seiner besten Seite präsentiert: mit breiten Gehwegen, klaren Radrouten und einem Gefühl, das dem Ort angemessen ist.

Was diese Umgestaltung bringen wird

Den Anfang macht der Schottenring auf der Innenseite, rund 700 Meter vom Schottentor bis zur U-Bahn-Station Schottenring. Die Planung stammt von Gehl Architects aus Kopenhagen — dem Büro, das unter anderem den New Yorker Times Square mitgestaltet hat und weltweit führend in der menschenzentrierten Stadtplanung ist. Die Radwege werden erstmals in Wien in Sandsteinfarbe ausgeführt, eine Anspielung auf die historischen Reit-Alleen. Durch die Platzgestaltung rund um die vielen Prunk- und Monumentalbauten steigt die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt.

Davon profitieren am Ende alle. Fußgänger:innen und Radfahrer:innen müssen keine Feinde sein — wenn der öffentliche Raum so gestaltet ist, dass beide genug Platz haben. Das klingt banal, aber genau daran scheitert es am Ring seit Jahren. Und auch der Autoverkehr gewinnt: Kreuzungen werden besser einsehbar, Querungen sicherer.

Moderne Stadtplanung denkt dabei auch Klima mit. Allein am Schottenring entstehen über 900 Quadratmeter neue Grünflächen und 13 neue Bäume. Und jeder Mensch, der am Ring bequem und sicher Rad fährt oder zu Fuß geht, statt ins Auto zu steigen, leistet einen Beitrag zur klimaneutralen Mobilität. (Apropos Klimaneutralität: Die gute Öffi-Anbindung am Ring bleibt übrigens unverändert.)

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