Erster Wasserstoff-Kaffeeröster Österreichs geht in Betrieb
Raus aus Gas auch in der Produktion

Einen nachhaltigen Meilenstein in Sachen Innovation bei der Kaffeproduktion hat man bei Julius Meinl Kaffee in Ottakring gesetzt. Hier ging nämlich der erste wasserstoffbetriebene Kaffeeröster Österreichs in Betrieb und wird fortan Kaffee nur mit Hilfe von grünem Wasserstoff rösten.
Die Röstung des Kaffees zählt zu den energieintensivsten Schritten der Kaffeeproduktion. Da eine vollständige Elektrifizierung aufgrund der technischen Anforderungen sehr schwierig ist, kam in Österreich dafür bislang immer Flüssiggas zum Einsatz. Nach rund zehn Jahren Forschungs- und Entwicklungsarbeit steht in der traditionsreichen Rösterei in Ottakring nun eine technologisch fortschrittliche und nachhaltige Alternative.
Grüner Wasserstoff ersetzt fossiles Flüssiggas- und macht industrielle Prozesse klimafit, resilient und unabhängig von globalen Energiekrisen. Der erste Wasserstoff-Kaffeeröster zeigt: Raus aus Gas ist auch in der Produktion möglich, ohne Kompromisse bei Qualität oder Tradition. Wien wird damit einmal mehr zum Vorreiter für eine nachhaltige, innovative Energiezukunft gemeinsam mit der Wirtschaft.Stefan Gara
Energiesprecher NEOS Wien
Während dem 20 Minuten dauernden Röstvorgang verarbeitete der Wasserstoff-Kaffeeröster 12 Kilogramm Rohkaffee und vermeidet rund 2 Kilogramm CO2 im Vergleich zu einer herkömmlichen Röstung. In Zukunft könnte sich damit eine Ersparnis von 300 Tonnen CO2 im Jahr ergeben.
Der Wasserstoff-Kaffeeröster arbeitet zu 100 % mit grünem Wasserstoff, welcher aus der Elektrolyseanlage der Wien Energie in Simmering kommt und setzt damit einen wichtigen Schritt in Richtung nachhaltige Kaffeeproduktion.


