Reparaturbon geht am in die nächste Runde
Bis zu 100 € der Reparaturkosten rückerstattet bekommen

Viele Gegenstände sind mehr als bloße Alltagsbegleiter. Jeder hat ein Paar Lieblingsschuhe, eine Lieblingsjeans, und auch im Haushalt finden sich Gegenstände, die wir schmerzlich vermissen würden, sollten sie eines Tages nicht mehr funktionieren. Eine Reparatur sorgt nicht nur dafür, dass wir nicht auf unsere treuen Begleiter verzichten müssen, sondern ist auch ein wichtiger Bestandteil der Kreislaufwirtschaft. Denn Müllvermeidung und Ressourcenschonung tragen massiv zum Klimaschutz bei. Aus diesem Grund fördert die Stadt Wien Reparaturen auch heuer wieder mit dem Wiener Reparaturbon.
Reparieren lassen kann man fast alles – ausgenommen sind lediglich Elektrogeräte, da diese vom österreichweiten Reparaturbonus abgedeckt sind. Wer etwas zu reparieren hat, kann sich ab 22. April einfach auf der Website mein.wien.gv.at/wienerreparaturbon zum Reparaturbon registrieren und den Wiener Reparaturbon herunterladen. Erforderlich ist dafür nur ein Stadt-Wien-Account mit verifizierter E-Mail-Adresse und Telefonnummer.
Eingelöst werden kann der Bon direkt bei der Beauftragung der Reparatur. Bei dieser werden 50 % der Bruttoreparaturkosten (bis zu 100 €) übernommen. Sollte sich eine Reparatur nicht mehr rentieren, erhält man bis zu 55 € für den Kostenvoranschlag zurück. Unter www.reparaturnetzwerk.at findet man die teilnehmenden Fachwerkstätten.
Von Lieblingsstücken trennt man sich nicht gerne. Dinge wegzuwerfen, ist schade und Ressourcenverschwendung. Reparieren ist daher aktiver Klimaschutz. Wer sein Fahrrad oder die Lieblingsschuhe richten lässt, schont wertvolle Ressourcen und investiert gleichzeitig direkt in unsere Wiener Fachbetriebe. Das ist ein Turbo für die lokale Wirtschaft und ein Gewinn für Klima und Umwelt!Angelika Pipal-Leixner
Umweltsprecherin, NEOS Wien
Seit dem Start des Förderprogramms im Herbst wurden bereits 55.800 Gegenstände repariert und so über 3.209 Tonnen CO2 eingespart. Das entspricht in etwa jener Menge CO2, die ein Waldstück in der Größe der Bezirke Mariahilf und Josefstadt speichert und umwandelt. Auch wirtschaftlich setzen immer mehr Unternehmen auf Nachhaltigkeit. So hat es sich beispielsweise das Team von Solemates zur Aufgabe gemacht, die Reparatur von Kletterschuhen möglichst einfach und unkompliziert über Abgabeboxen in Kletterhallen zu erledigen. So können Schuhe direkt nach dem Training eingeworfen werden, und nach abgeschlossener Reparatur werden sie einfach nach Hause geschickt.
Wir freuen uns, dass immer mehr Menschen erkennen, wie wichtig es ist, Gegenständen eine zweite Chance zu geben. Denn in Wien setzen wir auf Nachhaltigkeit statt auf Verschwendung.


