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Stillstand auf zwei Rädern: Wie Meidling den Radverkehr ausbremst

Wo kein Wille, da kein Weg 

Titelbild Radblog Meidling 4 26 J Adlaoui-4032x2266

Ist Meidling ein Autobezirk? Ja! Und wenn es nach dem Willen des Bezirksvorstehers geht soll das auch so bleiben. Bestätigt hat das die Debatte bei der Bezirksvertretungssitzung im März, als der Bezirksvorsteher Wilfried Zankl, in Replik auf einen Radantrag der NEOS, den Bezirk für unzuständig in Radverkehrs-Fragen erklärte. Das ist faktisch falsch, denn bei allen Radinfrastruktur-Entscheidungen ist der Bezirk Teil des Prozesses (über die Zuständigkeiten für den öffentlichen Raum): 

Bei niederrangigen Straßen hat der Bezirk sogar die Hauptverantwortung. 

Das Meidlinger Radnetz ist (wenn es vorhanden ist) überaltert und unbetreut: Etliche nicht nur kuriose, sondern auch gefährliche Negativbeispiele finden sich im 12. Bezirk. Radwegstreifen, die durch eine Busstation (auf der Philadephiabrücke) oder durch den belebten Meidlinger Bahnhofsvorplatz führen, Gründerzeitviertel mit viel zu wenigen RgE-Optionen, Radmarkierungen die im Nichts enden – das ist die traurige Meidlinger Rad-Realität. Jeder Alltagsradler spürt die Vernachlässigung an allen Ecken und Enden. Die zusammenhängende Vision und offenbar auch der Wille zu Verbesserungen fehlen gänzlich. 

Das hat sich auch seit unserem Antreten nicht verändert. Zahlreiche Anträge von NEOS und Grünen mit konstruktiven und kostengünstigen Verbesserungen zum Radwege-Netz werden in den Kommissionen laufend vertagt. Seit Beginn der neuen Periode ist noch kein einziger Antrag zum Thema Radfahr-Infrastruktur in die Umsetzung gebracht worden.

Das ist sehr bedauerlich und das müsste nicht so sein. Wie die rot-pinke Stadtregierung beweist, kann man auch in Jahren mit reduziertem Budget mit kleinen aber effizienten Lückenschlüssen, das allgemeine Radfahr-Gefühl rasch und deutlich verbessern. Siehe Radausbauprogramm 2026.

Für den Bahnhof Meidling haben NEOS sogar ein ausgereiftes Konzept ausgearbeitet, wie man die verworrene Radweg-Situation rund um den Bahnhof deutlich verbessern kann. 

Gerade in einem Bezirk wie Meidling sollte schnell und intensiv an einer Verbesserung der Radinfrastruktur gearbeitet werden. Eine positive Einstellung zum Radverkehr ist im Jahr 2026 keine ideologische Entscheidung, sondern eine reine Frage der Vernunft. Und Voraussetzung für den Fortschritt bei der Meidlinger Radinfrastruktur. 

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