Das zeigt der Rechnungsabschluss 2025
Sanieren, Reformieren, Investieren – unser Kurs zeigt Wirkung.

Was ist eigentlich der „Rechnungsabschluss“ der Stadt? Zuerst kommt ein Budget, das oft medial diskutiert wird: Hier zeigt die Stadt, wie viele Mittel im nächsten Jahr wofür ausgegeben werden. Im Jahr darauf wird dann quasi „abgerechnet“ und gezeigt, wie viel wirklich ausgegeben wurde. Das ist der Rechnungsabschluss.
Diesen hat unser Wirtschafts- und Budgetsprecher Markus Ornig gemeinsam mit SPÖ-Stadträtin Barbara Novak vorgelegt. Das Ergebnis: Wien senkt das prognostizierte Defizit deutlich, stabilisiert das Budget und investiert gleichzeitig 21,4 Milliarden Euro in Leistungen der Stadt für alle Wienerinnen und Wiener.
Die wichtigsten Zahlen
Die gute Nachricht ist, dass der Rechnungsabschluss um eine Milliarde besser ausfällt als ursprünglich antizipiert: Während eine Prognose im Jänner 2025 noch von rund 3,8 Milliarden Defizit ausging, beträgt es insgesamt 2,8 Milliarden. Auch der Schuldenstand der Stadt ist um 500 Millionen niedriger als prognostiziert.
Natürlich ist das nur ein Zwischenschritt – ein nach wie vor hohes Defizit ist kein Grund zu feiern. Gleichzeitig sind die Herausforderungen in ganz Österreich groß, vor allem für die Gemeinden. Und Wien ist bekanntlich beides: Gemeinde und Bundesland. Im Länder-Vergleich liegt die Verschuldung bei 7.392 Euro pro Kopf und damit genau in der Mitte – die Steiermark, Kärnten, das Burgenland und Niederösterreich sind pro Kopf höher verschuldet, die anderen Bundesländer niedriger.
Sanieren, Reformieren, Investieren
Wichtig war und ist uns, bei den Ausgaben anzusetzen. Dafür durchforsten wir die Förderungen und schauen mit einem ehrlichen Blick darauf, welche Aufgaben wie viel Geld brauchen – und was man sich als Stadt auch sparen kann.
Aber wir setzen auch mit Strukturreformen an. Im Rechnungsabschluss 2025 sind diese noch nicht wirksam, weil sie erst langfristig wirken – aber im Budget 2026 sind bereits strukturelle Schritte enthalten. Dabei geht es oft um viele kleine Schritte, die die Stadt langfristig effizienter machen und Geld sparen.
So wird z. B. diese Woche eine Magistratsabteilung geschlossen, die MA 58 – Wiener Wasser. Ihre Aufgaben wandern in eine andere Geschäftsgruppe, wodurch sich die Stadt langfristig Geld für Räumlichkeiten und Personal spart.
Fokus auf Zukunftsinvestitionen
Genauso wichtig ist aber die Frage, wo nicht gespart wird. Und das sind Zukunftsinvestitionen – und damit vor allem der Bereich der Bildung. 2025 haben wir u. a. die Mental Health Days gestärkt, um das wichtige Thema psychische Gesundheit an die Wiener Schulen zu bringen, und auch Initiativen wie die Wiener Bildungschancen wurden nachhaltig verankert und fortgeführt.
Das Bildungs-Budget der Stadt lässt sich nach wie vor sehen: 2,72 Milliarden, davon 1,2 für den Kindergarten, zeigen die Prioritäten der Stadt. Denn für uns ist klar, dass nur eines teurer ist als Bildung: Keine Bildung. Wir wissen aus wissenschaftlichen Erhebungen, dass jeder Cent, der in Kindergärten und Schulen fließt, mehrfach zurückkommt.
Fazit
Der Rechnungsabschluss 2025 ist ein wichtiger Zwischenschritt in Sachen Budgetsanierung. Und er zeigt, dass das nicht im Widerspruch dazu steht, weiter wichtige Reformen voranzubringen. Sanieren, Reformieren, Investieren – das ist und bleibt unser Fokus, den wir auch in den Budgetverhandlungen für 2026 im Auge behalten.



