Ein Supergrätzl für die MS Grundsteingasse
Sichere Schulwege und echte Lebensqualität statt Durchzugsverkehr

Ottakring ist dicht, lebendig und vielfältig. Genau das macht unseren Bezirk aus. Aber gerade dort, wo viele Menschen wohnen, Kinder zur Schule gehen und Nachbar:innen ihren Alltag verbringen, braucht es öffentliche Räume, die mehr können als Verkehr abwickeln.
Der Bereich rund um die Mittelschule Grundsteingasse ist so ein Ort. Hier kommen viele Bedürfnisse zusammen: Schüler:innen, Anrainer:innen, Menschen auf dem Weg zur U-Bahn, zum Markt, in den Park oder nach Hause – gleichzeitig sieht man hier sehr deutlich, was in vielen Teilen Ottakrings fehlt: Aufenthaltsqualität.
Die Grundsteingasse und die umliegenden Straßen sind heute stark versiegelt. Viel Asphalt, wenig Grün, kaum Platz zum Verweilen. Im Sommer wird das besonders spürbar – die Hitze bleibt in den Straßen hängen, Bäume fehlen, Schatten ist knapp.
Als NEOS Ottakring haben wir uns deshalb bereits für mehr Grün in der Grundsteingasse eingesetzt – unter anderem mit unserem Antrag für einen zusätzlichen Baum im Zuge geplanter Arbeiten. Ein erster Schritt. Aber uns geht es um mehr.
Eine Straße ist mehr als eine Fahrbahn
Eine Straße ist auch Schulweg, Treffpunkt, Nachbarschaftsraum und Teil unseres täglichen Lebens. Gerade vor Schulen sollte der öffentliche Raum das widerspiegeln: übersichtlich, freundlich, begrünt – und so gestaltet, dass Kinder gut in den Schultag starten können.
Schulwegsicherheit ist für uns kein Schlagwort. Es geht ganz praktisch darum: weniger Konflikte direkt vor dem Schuleingang, bessere Querungsmöglichkeiten, mehr Übersicht. Ein Schulvorplatz, der nicht von Autos, sondern von Schüler:innen dominiert wird. Wenn dieser Raum gut funktioniert, profitieren alle im Grätzl – Eltern, Lehrer:innen, Anrainer:innen und natürlich die Schüler:innen.
Auch der Leon-Askin-Park ist ein wichtiger Ort, aber sein Umfeld bleibt hinter seinen Möglichkeiten zurück. Statt einer einladenden Umgebung dominieren Asphalt, parkende Autos und Durchzugsverkehr – gefährlich für spielende Kinder, wenig attraktiv für alle anderen. Dieser Bereich hat das Potenzial, viel mehr zu sein: ein Ort, an dem Schule, Park und Nachbarschaft besser miteinander verbunden werden.
Warum hier das erste Supergrätzl Ottakrings entstehen sollte
Das Vorbild aus Barcelona zeigt, wie man dicht bebaute Stadtteile neu denken kann: weniger Durchzugsverkehr, mehr Platz für Menschen, mehr Grün, mehr Schatten. Zufahrten bleiben möglich – aber der öffentliche Raum gehört den Bürger:innen, nicht den Autos. In Wien gibt es bereits ein Pilotprojekt - wir wollen das Supergrätzl jetzt auch nach Ottakring holen.
Der von uns vorgeschlagene Bereich bringt alles mit, was ein Supergrätzl sinnvoll macht: eine Schule, einen Park, enge Straßen, wenig Grün und einen klaren Bedarf nach Entlastung. Was fehlt, ist nur das gestalterische Tool um es anzugehen - mit den neuen Low Traffic Zonen in Wien könnte ein erster Schritt in diese Richtung gegangen werden.
Wir als NEOS Ottakring wollen genau das anstoßen. Einen Schulvorplatz, der diesen Namen verdient. Straßen, die im Sommer nicht zur Hitzefalle werden. Und ein Grätzl, in dem man sich gerne aufhält – nicht nur schnell durchgeht.

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