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Vollzeit muss sich lohnen!

Liberale Arbeitnehmer:innen mit Frauenpower auf der 184. AK-Vollversammlung

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© Unsplash

Zum Jubiläum „100 Jahre AK-Frauenreferat“ tagte die 184. Vollversammlung der Arbeiterkammer Wien zum Themenschwerpunkt Frauen. NEOS LiA brachten sich mit vollem Engagement und zahlreichen Anträgen ein.

Anreize für Vollzeitarbeit, Ausbildungsförderung für Frauen und Stärkung privater Vorsorge

Um Frauen echte Wahlfreiheit für Vollzeitarbeit zu geben, forderten NEOS LiA den Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen und mehr Netto vom Brutto beim Aufstocken von Teil- auf Vollzeit. NEOS LiA setzten sich dafür ein, dass das Projekt „Neustart für Frauen der Frauenstiftung Wien über die Medien der AK beworben wird. Die Frauenstiftung ermöglicht arbeitslosen Wienerinnen ab 25 eine kostenlose Ausbildung. NEOS LiA unterstützen dieses Projekt und setzen sich dafür ein, es sichtbarer und damit auch leichter zugänglich zu machen. Zudem forderten die Liberalen die Stärkung der dritten Säule des Pensionssystems durch verbesserte steuerliche und regulatorische Rahmenbedingungen.

Bessere Arbeitsbedingungen im Rettungsdienst gefordert

Eine Arbeitsplatzevaluierung der AUVA zeigte, dass die körperliche Belastung von Arbeitnehmer:innen im Rettungsdienst enorm hoch sind und außerhalb der gesetzlichen Vorgaben liegen. Aus diesem Anlass forderten NEOS LiA gemeinsam mit der FSG die Bundesregierung auf, Maßnahmen zur Reduktion der körperlichen Belastungen im Rettungswesen zu setzen. Dieser Antrag wurde mit breiter Zustimmung fast aller Fraktionen angenommen.

Erfolg bei Digitalisierung: Reformdruck lohnt sich

Einstimmig wurde beschlossen, dass AK Bildungsgutscheine und der sogenannte “Digi-Bonus” für Teilnahme an Kursen im Bereich Digitalisierung in Zukunft auch digital ausgezahlt werden – statt wie bisher nur in Papierform. Während NEOS LiA es begrüßen, dass hier endlich Bewegung in ein veraltetes System kommt, entbehrt es nicht einer gewissen Ironie, dass die Arbeiterkammer den Digitalisierungsbonus bisher nur analog auszahlte. Schon in der Vergangenheit forderten LiA zudem, dass Bildungsgutscheine und Digi-Bonus besser beworben und niederschwelliger ausgezahlt werden sollten. Das zeigt, wie wichtig es ist, auch in der Kammer den Reformdruck zu erhöhen, um Österreich zukunftsfit zu machen.

NEOS LiA fordern mehr Transparenz

Während NEOS LiA mit anderen Fraktionen zusammenarbeiten, um die Interessen der Arbeitnehmer:innen optimal zu vertreten, bleiben sie auch laut, wenn es um Missstände und Ungerechtigkeiten geht. Die Arbeitnehmer:innen haben ein Recht darauf, zu erfahren, was in ihrer Interessensvertretung passiert. Derzeit werden nur die Anträge veröffentlicht, die bei der AK-Vollversammlung angenommen werden. Das verzerrt die öffentliche Wahrnehmung und benachteiligt kleinere Fraktionen. Daher forderten NEOS LiA die Veröffentlichung aller Anträge an die AK-Vollversammlung (d.h. auch die Veröffentlichung der mehrheitlich abgelehnten Anträge).

Mehr Transparenz forderten NEOS LiA auch am Lohn- und Gehaltszettel: Statt einem Gesamtposten „Sozialversicherungsbeiträge“ sollen dort die Beiträge für Krankenversicherung, Pensionsversicherung, Arbeitslosenversicherung, Wohnbauförderung sowie die Kosten der AK-Pflichtmitgliedschaft klar aufgeschlüsselt werden. Es sollte das Normalste auf der Welt sein, dass die Arbeitnehmer:innen niederschwellig darüber informiert werden, wofür sie bezahlen.

Niederschwellig informieren sollte die Arbeiterkammer auch über ihre Tätigkeiten. Daher forderten NEOS LiA die AK Wien auf, sich in allen Bereichen freiwillig am Informationsfreiheitsgesetz zu orientieren. Wichtige Informationen, wie Gutachten, Studien, oder wichtige Verträge von allgemeinem Interesse sollen in einem leicht zugänglichen, öffentlichen Register veröffentlicht werden. Informationsanfragen der Bürger:innen sollen nach den Grundsätzen des IFG bearbeitet werden.

Die Forderung nach einem transparenten „gläsernen Staat“ gehört seit Jahren zu den Kernforderungen von NEOS. Es wird Zeit, dass auch die gesetzliche Interessensvertretung transparent und offen informiert. Wer zahlt hat auch ein Recht zu erfahren, was mit dem Geld passiert.

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