Mission Deutsch: Projekt „Lesepat:innen“ geht in die nächsten vier Jahre
Kannst du dich noch an die „Mission Deutsch“ erinnern?

Anfang 2025 haben wir ausgesprochen, was wir als unsere Mission sehen. Eine Mission, die uns nicht nur im Bereich Bildung, sondern auch in der Integrationspolitik beschäftigt: Zu viele Kinder in Wiener Schulen haben nicht die Sprachkenntnisse, um dem Unterricht zu folgen. Und wir wollen, ja, wir müssen diesen Trend umkehren.
Darum fördern wir Lesepatinnen und Lesepaten
Das sind Ehrenamtliche, die an Kindergärten und Schulen mit den Kindern gemeinsam lesen. Gerade in den Kindergärten fördert das früh das Sprachverständnis – und ist damit eine wichtige Voraussetzung dafür, dass jedes Kind bei Schuleintritt den Unterricht versteht. Alleine dieses Jahr fließen 120.000 Euro in diese wichtige Sprachfördermaßnahme.
Letztes Jahr haben wir damit ein Pilotprojekt gestartet, jetzt stellen wir es dauerhaft auf stabile Beine. Die Stadt schließt eine Rahmenvereinbarung über vier Jahre ab, mit Option auf Verlängerung, der Zuschlag soll noch vor dem Sommer erfolgen. Das heißt: Aus einem guten Start wird ein fixer Bestandteil der Wiener Kindergärten – und die „Mission Deutsch“ ist fixer Bestandteil der Bildungspolitik in unserer Stadt.
Das Projekt der Lesepat:innen leistet einen wichtigen Beitrag zur frükindlichen Bildung und zur sozialen Integration: Kinder entwickeln ein besseres Sprachgefühl, erweitern ihren Wortschatz und bauen wichtige Grundlagen für das Lesen- und Schreibenlernen auf.Bettina Emmerling
Vizebürgermeisterin und Bildungsstadträtin
Die „Mission Deutsch“ geht weiter
Das ist nicht die einzige Reform im Bereich der Sprachförderung: Die „Mission Deutsch“ baut auf mehreren Säulen auf, die über die Lesepat:innen hinausgehen.
- Ausbau der Sprachförderkräfte: Damit es gezielte Unterstützung in Wiener Kindergärten und Schulen gibt, bauen wir das Unterstützungspersonal aus, um kein Kind zurückzulassen
- Mehr Angebote im Sommer: Wir haben die Sommerdeutschkurse eingeführt, 2026 wird es durch NEOS zum ersten Mal die verpflichtende Sommerschule für Kinder geben, bei denen Sprachförderbedarf festgestellt wird
- Schon im Kindergarten starten: Für Kinder mit hohem Sprachförderbedarf wird die Mindestanwesenheitszeit auf 30 Stunden pro Woche gesteigert – dadurch verbringen sie mehr Zeit mit der deutschen Sprache.
Zusätzlich hat Vizebürgermeisterin Bettina Emmerling dafür gesorgt, dass alle neuen Fachkräfte, die seit Februar 2026 neu im Kindergarten anfangen, auch als Sprachförderkräfte qualifiziert sind.


