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So geht transparente medienförderung

Wir sparen bei der Werbung der Stadt, fördern aber gleichzeitig journalistische Qualität

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Wien konsolidiert sein Budget, und die Stadt setzt dabei auch bei sich selbst an. Allein 2026 haben wir die Werbe- und Kommunikationsausgaben der Stadt um ein Drittel gesenkt.

Die Zahlen zeigen unseren Sparkurs: Der Rahmenkommunikationsplan, also der Deckel für die Werbeausgaben der zuständigen Magistratsabteilung, lag 2020 bei 22,3 Millionen Euro, für 2026 sind es nur noch 12 Millionen. Das ist eine Kürzung um knapp die Hälfte, seit wir mit in der Regierung sind. Und: Allein heuer sinkt das Gesamtvolumen für Inserate um rund 15 Millionen Euro.

Warum wir bei der Eigenkommunikation sparen

Warum tun wir das? Einerseits, weil die Stadt in Zeiten der Budgetkonsolidierung auch selbst Abstriche machen muss. Andererseits, weil wir wissen, dass Inserate in der Vergangenheit oft als eine Art „inoffizielle Medienförderung“ genutzt wurden – freihändig von der Politik vergeben.

Darum haben wir in Wien transparente Kriterien für die Inseratenvergabe, an denen sich die Kommunikation der Stadt zu orientieren hat. Die Mediendiskursstudie der Stadt Wien liefert objektive Daten zu Reichweiten, Zielgruppen, etc. Wo die Stadt Kampagnen schaltet, orientiert sie sich daran, welche Zielgruppen wo am besten erreicht werden. Auch in der Medienpolitik zählt also: Es zählt nicht was du kannst, nicht wen du kennst.

So fördern wir Qualitätsjournalismus

Bei Inseraten zu sparen, das ist nicht immer beliebt. Denn es geht auch um Geld, das die Medien dringend brauchen – durch Desinformation, Social Media und KI stecken Zeitungen, Fernsehsender und Co. in einer veritablen Medienkrise. Darum fördern wir den Medienstandort Wien weiter: Mit einem klaren Fokus auf journalistische Qualität und Vielfalt.

Freie, unabhängige Medien sind für eine liberale Demokratie Voraussetzung. Sie kontrollieren die Politik, und sie sind ein Gatekeeper dafür, was in Zeiten von Social Media, KI und Deepfakes noch als wahr gilt. Darum stärken wir Qualität genau dort, wo sie gebraucht wird: über die Wiener Medieninitiative.

Kurz zu den Eckdaten: Die Stadt investiert von 2026 bis 2029 rund 6 Millionen Euro. Die Medieninitiative wächst von zwei auf vier Angebote: Neben den bestehenden Schienen für Gründungen („Medienstart“) und für bestehende Medienhäuser („Medienprojekt“, künftig bis zu 150.000 Euro) kommen zwei neue dazu: die „Medienkooperation“ für große, auch länderübergreifende Transformationsprojekte mit bis zu 500.000 Euro, und der „Vienna Media Hub“, ein gemeinsamer Standort mit 25 bis 30 Arbeitsplätzen für Start-ups und etablierte Häuser.

In budgetär angespannten Zeiten, in denen die Stadt auch bei ihrer eigenen Kommunikation spart, investieren wir in das, was Medien wirklich brauchen: Eine Startfinanzierung für neue Ideen.
Maria In der Maur-Koenne

Mediensprecherin NEOS Wien

Für uns als Liberale zählt vor allem, wie gefördert wird. Bei der Medieninitiative entscheidet eine unabhängige Fachjury nach klaren, transparenten Kriterien, wer Geld bekommt – nicht die Politik.

Genau das unterscheidet diese Förderung von Inseraten, die in unserer Republik oft halb im Scherz als „inoffizielle Medienförderung“ laufen. Wer auf objektive Kriterien setzt, macht Medien unabhängiger von der öffentlichen Hand – das ist die Transparenz, die wir immer einfordern.

Und das ist auch die Linie, die wir in der Stadtregierung halten: sparen, wo es geht, und das Geld dort einsetzen, wo es dem Medienstandort wirklich hilft. Bei der Eigenwerbung der Stadt drehen wir den Hebel nach unten, bei der Qualität des Journalismus nach oben. So geht Budgetdisziplin, die unserem „Ganz ehrlich“ gerecht wird.

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