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Lainzer Straße im Jahr 2027: eine 2,7 km lange Zumutung

Im kommenden Jahr wird der Verkehr im Herzen Hietzings neu geordnet. 

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Neben den umfangreichen Auswirkungen der Baustelle für die Verbindungsbahn, werden der Bau eines neuen Radwegs und die Erneuerung der Straßenbahngleise entlang der Lainzer Straße zwischen Anna-Strauß-Platz und Münichreiterstraße für erhebliche Veränderungen sorgen.

Das Umfeld der Altgasse wird dadurch weiter aufgewertet. Gleichzeitig bringt das Projekt aber auch neue Herausforderungen mit sich: So werden entlang der Lainzer Straße zahlreiche Parkplätze entfallen, während der motorisierte Verkehr auf die Seite des Lokals „Mario’s“ verschoben wird. Zudem besteht noch Diskussionsbedarf hinsichtlich der Anbindung des neuen Radwegs an das bestehende Radwegenetz im Bereich der Auhofstraße.

Welche Auswirkungen die umfassende Neugestaltung des Straßenraums langfristig auf den Geschäftsmix haben wird, bleibt abzuwarten. Wir werden die Entwicklung aufmerksam verfolgen und uns jedenfalls weiterhin dafür einsetzen, dass die neue Radroute sinnvoll an die bestehenden Verbindungen in der Auhofstraße und der Dommayergasse angeschlossen wird, ohne dass dafür weitere Flächen am Anna-Strauß-Platz versiegelt werden müssen.

Die Einbindung der Alois-Kraus-Promenade in die neue Radverbindung bietet zwar attraktive Möglichkeiten für den Radverkehr, wird aber auch neue Anforderungen an das Miteinander der unterschiedlichen Nutzergruppen stellen. Eine stärkere Frequentierung durch Radfahrer:innen dürfte nicht bei allen Spaziergänger:innen und Hundebesitzer:innen auf Zustimmung stoßen. 

Offen ist zudem, wie der Winterdienst organisiert werden soll. Alternativen zur derzeit vorgesehenen Streckenführung auf dieser Seite der Lainzer Straße sind allerdings nicht möglich. Ebenso ist derzeit noch unklar, wie der Anschluss des Radwegs an die Wenzgasse letztlich umgesetzt werden wird.

2027 wird verkehrstechnisch kein leichtes Jahr. Für die Dauer der Bauarbeiten muss die Straßenbahnlinie 60 eingestellt werden, und auch die geplante Führung des Schienenersatzverkehrs wird viele Menschen vor Herausforderungen stellen. Die Bauzeit wird Geduld erfordern – entscheidend ist jedoch, dass am Ende eine modernisierte Straßenbahn, leisere Gleise und eine Infrastruktur entstehen, von der Hietzing langfristig profitiert. 

 

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