Neuer Anlauf für die Sonntagsöffnung
Der ESC zeigte, warum es Zeit dafür ist. Nach der verpassten Chance beim Song Contest wollen wir diesen Weg Schritt für Schritt weitergehen.

Der Eurovision Song Contest hat Wien im Mai regelrecht aufblühen lassen. Gäste aus aller Welt haben mehr als 150 Millionen Euro in die Betriebe unserer Stadt gebracht. Das war ein starker Impuls für Wien. Und trotzdem bleibt ein Beigeschmack: Ausgerechnet an dem Wochenende, als Zehntausende kaufkräftige Besucherinnen und Besucher durch die Einkaufsstraßen bummelten, blieben die Geschäfte zu.
Eine verpasste Chance, denn die Kaufkraft war da, die Menschen waren in der Stadt, aber die Läden mussten dichtbleiben.
Der ESC hat uns klar vor Augen geführt, wie viel Leben und Kaufkraft in Wien steckt. Da haben wir bares Geld auf der Straße liegen lassen.Markus Ornig
Wirtschaftssprecher NEOS Wien
Seit vielen Jahren fordern wir NEOS eine Freigabe der Ladenöffnungszeiten. Auch vor dem Song Contest haben wir erneut einen neuen Anlauf unternommen, um den Event als Testlauf für eine Sonntagsöffnung zu nutzen. Leider gab es dafür am Ende keine Mehrheit. Unser Ziel lassen wir deshalb nicht aus den Augen: Eigentümergeführte Geschäfte sollen selbst entscheiden dürfen, wann sie aufsperren – gemeinsam und im Dialog mit den Sozialpartnern.
Flexibilität für Betriebe und verlässlicher Schutz für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gehen dabei Hand in Hand. Die bestehenden Regelungen zu Ruhezeiten sowie die maximale Wochenarbeitszeit bleiben vollinhaltlich unangetastet. Attraktive Zuschläge und Ersatzruhetage stellen eine faire Entlohnung sicher.
Für viele junge Menschen und Studierende ist die Arbeit am Sonntag ohnehin attraktiv: Sie können ihr Budget aufbessern und haben unter der Woche Zeit für die Uni.
Die Umsatzzahlen zum Ong Contest sprechen eine deutliche Sprache. Geben wir unseren Wiener Unternehmerinnen und Unternehmern endlich die Freiheit, diese Chancen auch zu nutzen.Markus Ornig
Wirtschaftssprecher NEOS Wien


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