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Mehr Grün, mehr Mut für Margareten

Begrünung, Hitzeschutz und mehr Lebensqualität

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© Frank Dehner

Der Sommer hat einmal mehr gezeigt: Hitze und Klimaanpassung sind in Margareten keine abstrakten Zukunftsthemen. In einem der dicht bebauten Bezirke Wiens, mit wenig Grünraum und vielen versiegelten Flächen, spüren wir hohe Temperaturen besonders unmittelbar. Für uns ist deshalb klar: Wir müssen handeln und wir müssen dabei auch bereit sein, neue Wege zu gehen.

In der Bezirksvertretungssitzung am 15.September 2026 haben wir deshalb gemeinsam mit anderen Fraktionen eine ganze Reihe von Anträgen auf den Weg gebracht, die Margareten grüner, klimafitter und lebenswerter machen sollen. Dabei geht es uns bewusst nicht nur um einzelne Bäume oder Beete. Wir wollen Klimaanpassung dort mitdenken, wo Menschen leben, warten, spielen und sich täglich durch den Bezirk bewegen.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf unseren Gemeindebauten. Gemeinsam mit den Grünen haben wir uns dafür eingesetzt, Hitze- und Klimaschutzmaßnahmen in den Wohnhausanlagen stärker voranzutreiben. Dazu gehören auch naturnahe Wiesen in den Höfen. Gleichzeitig wollen wir öffentliche Gebäude in Margareten klimafitter machen, etwa durch Begrünung und Photovoltaik.

Auch im öffentlichen Raum wollen wir neue Möglichkeiten nutzen. Wartehäuschen der Wiener Linien sollen stärker begrünt werden, für Margareten sollen „Hängende Gärten“ erprobt werden und mit „Ecotriis“ wollen wir eine Lösung für stark versiegelte Orte testen, an denen klassische Baumpflanzungen aufgrund von Leitungen, Einbauten oder Platzmangel schwierig sind.

Denn natürlich brauchen wir mehr Bäume, mehr Entsiegelung und mehr Schatten. Aber gerade in einem dicht verbauten Bezirk können wir nicht überall dieselben Lösungen anwenden. Für uns ist das kein Grund, weniger zu tun, sondern ein Grund, innovativer zu werden. Genau dafür brauchen wir Pilotprojekte: ausprobieren, evaluieren und erfolgreiche Lösungen anschließend weiterentwickeln.

Auch bestehende Flächen wollen wir neu denken. Der Schienenbereich zwischen Eichenstraße und Margaretengürtel soll hinsichtlich zusätzlicher Begrünung geprüft werden. Am Siebenbrunnenplatz wollen wir den historischen Baumbestand wieder stärker herstellen und damit einen heute stark versiegelten Platz langfristig aufwerten. Ergänzend soll das Mikroklima im Bezirk stärker in den Fokus genommen werden.

Klimaanpassung kann aber auch Bildung und Nachbarschaft verbinden. Gemeinsam mit der ÖVP haben wir deshalb ein Pilotprojekt für einen Obst- und Gemüsegarten im Ernst-Arnold-Park eingebracht. Ein solcher Garten kann nicht nur zusätzliche Grünflächen schaffen, sondern Kindern und Jugendlichen unmittelbar zeigen, wie Lebensmittel wachsen und wie Stadt, Natur und Klima zusammenspielen.

Unser Anspruch ist dabei klar: Margareten soll nicht der Bezirk sein, in dem wir zuerst erklären, warum etwas nicht geht. Wir wollen viel öfter fragen: Was müssen wir tun, damit es geht? Gerade weil unser Bezirk so dicht verbaut ist, kann Margareten zeigen, wie innovative Klimaanpassung auf engem innerstädtischem Raum funktionieren kann.

Und auch über Klimapolitik hinaus haben wir in dieser Sitzung gemeinsam mit anderen Fraktionen Position bezogen: für die Informationstafel beim Walk of Fem und gemeinsam mit Grünen, SPÖ und KPÖ/Links für eine Resolution zum Umgang mit den „Identitären“.

Für uns zeigt diese Sitzung vor allem eines: Gute Bezirkspolitik bedeutet nicht, möglichst viele Anträge zu zählen. Entscheidend ist, was davon am Ende tatsächlich im Grätzl ankommt. Ein begrüntes Wartehäuschen. Mehr Schatten am Siebenbrunnenplatz. Klimafittere Gemeindebauten. Neue Begrünung dort, wo heute nur Beton ist. Oder ein Obst- und Gemüsegarten, in dem Kinder mitten in Margareten Natur erleben können.

Wir wollen, dass Margareten nicht nur über Klimaanpassung spricht, sondern zeigt, wie sie funktionieren kann.

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