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Zukunftschancen statt Großbauprojekt

Vernünftige Prioritäten für den Aumannplatz und unsere Schulen

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Währing braucht einen lebendigen Aumannplatz, doch das aktuelle Grobkonzept verfehlt das Ziel und droht den Bezirk mit Verkehrschaos und Öffi-Blockaden zu belasten. Wir fordern eine Politik mit Augenmaß, die Bürgerwünsche ernst nimmt, ohne dabei die notwendigen Investitionen in unsere Schulen wie die Schop79 zu opfern. 

Bürger:innenbeteiligung als Ausgangspunkt

Der Aumannplatz im Herzen Währings ist weit mehr als nur ein Verkehrsknotenpunkt. Er ist ein Ort der Begegnung, Erholung und des Zusammenlebens. Die Währinger Bezirksvertretung hat mit der Funktions- und Sozialraumanalyse die Grundlage geschaffen, das Potenzial dieses Platzes zu erkennen und zu nutzen.

Besonders wichtig war dabei der intensive Bürgerbeteiligungsprozess im Jahr 2022, bei dem zahlreiche Menschen ihre Ideen, Wünsche und Anliegen eingebracht haben. Diese Rückmeldungen zeigen deutlich: Die Währingerinnen und Währinger wollen ihren Aumannplatz lebenswerter gestalten. Mit dem Forum Aumann und den regelmäßigen „AUMANN Jour fixe"-Terminen wurde der Platz neu erlebbar gemacht. Diese Initiativen verdienen unsere volle Unterstützung und zeigen, dass Veränderung auch mit kleinen Schritten möglich ist.

Doch während der Beteiligungsprozess wertvolle Impulse für mehr Lebensqualität lieferte, bleibt das nun präsentierte Grobkonzept eine Antwort schuldig, wie diese Wünsche wirklich praxistauglich und wirtschaftlich vernünftig umsetzt werden sollen.

Investitionen in die Bildung müssen Priorität haben

Das kürzlich vorgestellte Grobkonzept zur Neugestaltung des Aumannplatzes verlagert Probleme, anstatt sie zu lösen. Zwar begrüßen wir grundsätzlich die Absicht, den Platz attraktiver und lebenswerter zu gestalten - im Sinne der Vorschläge der Bürger:innen - doch angesichts knapper Budgets halten wir ein derart umfangreiches Projekt für nicht angemessen. Die Mittel, die für die Umsetzung erforderlich wären, sollten lieber in die dringend notwendige Sanierung von Schulen im Bezirk, wie etwa der Schop79, fließen. Denn gut ausgestattete und moderne Bildungseinrichtungen sind die Grundlage für die Zukunft unserer Kinder – und damit für den gesamten Bezirk.

Verkehrsfragen nicht gelöst – Öffi-Blockaden zu befürchten

NEOS fordern überdies eine ganzheitliche Betrachtung der Verkehrssituation im Bezirk. Zwar wertet die Neugestaltung den Aumannplatz auf, doch die vorgeschlagene neue Verkehrsführung würde den gesamten stadteinwärts führenden Kfz-Verkehr über die Währinger Straße leiten, anstatt wie bisher über die Gentzgasse.

Die Währinger Straße ist die wichtigste Einkaufsstraße im Bezirk und verdient eine Aufwertung – nicht eine zusätzliche, erhebliche Verkehrsbelastung. Besonders kritisch sehen wir die Auswirkungen auf den öffentlichen Verkehr: Die absehbare Blockierung der Straßenbahnlinien durch Rückstaus lehnen NEOS klar ab. Hier braucht es durchdachte Lösungen, die den gesamten Bezirk im Blick behalten.

Die Annahme, dass der Kfz-Verkehr zunächst von der Gersthofer Straße über die Gentzgasse führt, dann vor dem Aumannplatz erneut auf die Gentzgasse wechselt, anschließend direkt nach dem Aumannplatz auf die Währinger Straße abbiegt und danach freiwillig über die Argauergasse zurück in die Gentzgasse fährt, wurde bislang weder durch Verkehrsmodelle noch durch detaillierte Analysen überprüft.

Wir befürchten, dass ein großer Teil des Kfz-Verkehrs nicht wie vorgesehen links über die Argauergasse zurück in die Gentzgasse abbiegen wird, sondern weiterhin stadteinwärts auf der Währinger Straße bleibt. Besonders im Bereich Martinstraße und Kutschkergasse ist mit verstärkten Rückstaus an den Ampeln zu rechnen. Dieses erhöhte Verkehrsaufkommen und die daraus resultierenden Staus beeinträchtigen einerseits das Einkaufserlebnis für Fußgänger:innen und führen andererseits zu erheblichen Behinderungen der Straßenbahnlinien.

Verantwortungsvolle Politik für Währing

Politik bedeutet für uns, verantwortungsvoll mit den Ressourcen umzugehen, Prioritäten zu setzen und dabei die Stimmen der Bürgerinnen und Bürger stets im Blick zu behalten. So schaffen wir eine lebenswerte Zukunft für Währing – mit einem attraktiven Aumannplatz und starken Schulen als Fundament unseres Bezirks.

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